Renten steigen 2013 gerade mal um ein Prozent
Im Bundestagswahljahr 2013 zeichnet sich für den
Großteil der rund 20 Millionen Rentner nur eine geringe Anhebung ihrer
Altersbezüge ab, die nicht einmal die Inflation ausgleicht. Immerhin
können ostdeutsche Rentner mit einer deutlich stärkeren Erhöhung ihrer
Bezüge rechnen.
Zum 1. Juli 2013 könnten
die Renten nach ersten vorläufigen Berechnungen der Deutschen
Rentenversicherung Bund im Westen um etwa ein Prozent steigen, wie die
Behörde am Dienstag bei einem Presseseminar in Würzburg mitteilte. Im
Osten gehe man dagegen von einer Erhöhung um rund drei Prozent aus. Die
Vorstandschefin der Rentenversicherung, Annelie Buntenbach, sagte, die
dreimal höhere Rentenanhebung im Osten werde sicher Diskussionen
auslösen. Dies sei aber Ergebnis technischer Faktoren.
Die Kassen der Rentenversicherung sind nach Worten Buntenbachs gut gefüllt. Trotz der für 2013 geplanten Beitragssenkung auf 18,9 Prozent werde sich die Rücklage nur auf 27,3 Milliarden Euro verringern.
>Die stärkere Rentenanhebung im Osten begründete die Behörde
unter anderem damit, dass dort keine unterbliebenen Rentenminderungen
mehr nachzuholen seien. Diese hatten sich dadurch ergeben, dass für 2010
eine Rentenkürzung per Gesetz ausgeschlossen wurde und in den Jahren
davor der Riester-Faktor ausgesetzt worden war. Die eigentlich aufgrund
der Lohnentwicklung fälligen Rentenminderungen werden aber bei späteren
Erhöhungen abgezogen. Im Osten wurde dieser Ausgleichsbedarf schon in
diesem Jahr erfüllt.
Im Westen indes sind laut Rentenversicherung noch 0,7 Prozentpunkte im kommenden Jahr abzuziehen. Hinzu komme die jährlich vorzunehmende statistische Korrektur bei den Versichertenentgelten. Das führe im Westen nochmals zu einem Abzug von 0,6 Punkten, im Osten dagegen zu einem Aufschlag von 1,2 Prozentpunkten.
Buntenbach sagte, als Gewerkschaftsfunktionärin – sie ist auch Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes – plädiere sie dafür, den Nachholfaktor im Westen 2013 „nicht in Anschlag zu bringen“, damit die Renten dort um 0,7 Punkte höher ausfallen könnten.
Festgelegt wird die Rentenerhöhung von der Bundesregierung im Frühjahr 2013, wenn die endgültigen Zahlen zur Lohnentwicklung vorliegen. In diesem Jahr waren die Renten um 2,18 Prozent im Westen und um 2,26 Prozent im Osten gestiegen.
Rentner bekommen davon erst 2014 etwas zu spüren. Deren Rentenanpassung fällt dann durch die Beitragssenkung laut Buntenbach um 0,9 Punkte höher aus.
Die Kassen der Rentenversicherung sind nach Worten Buntenbachs gut gefüllt. Trotz der für 2013 geplanten Beitragssenkung auf 18,9 Prozent werde sich die Rücklage nur auf 27,3 Milliarden Euro verringern.
Zahlen nur vorläufige Hausnummern
Bei einer 2012 erwarteten Inflation von etwa zwei Prozent würde die Anhebung im Westen nicht einmal den Kaufkraftverlust ausgleichen. Buntenbach betonte, dass es nur vorläufige Zahlen seien. Es seien „nur Hausnummern für die Anpassung im Sommer nächsten Jahres“. Die Renten im Westen könnten demnach in einer Größenordnung von etwa einem Prozent steigen. „Die Rentenanpassung in den neuen Bundesländern wird wohl höher ausfallen“, sagte Buntenbach. Auf Nachfragen sagte sie, derzeit gehe man von rund drei Prozent aus.Im Westen indes sind laut Rentenversicherung noch 0,7 Prozentpunkte im kommenden Jahr abzuziehen. Hinzu komme die jährlich vorzunehmende statistische Korrektur bei den Versichertenentgelten. Das führe im Westen nochmals zu einem Abzug von 0,6 Punkten, im Osten dagegen zu einem Aufschlag von 1,2 Prozentpunkten.
Buntenbach sagte, als Gewerkschaftsfunktionärin – sie ist auch Mitglied des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes – plädiere sie dafür, den Nachholfaktor im Westen 2013 „nicht in Anschlag zu bringen“, damit die Renten dort um 0,7 Punkte höher ausfallen könnten.
Festgelegt wird die Rentenerhöhung von der Bundesregierung im Frühjahr 2013, wenn die endgültigen Zahlen zur Lohnentwicklung vorliegen. In diesem Jahr waren die Renten um 2,18 Prozent im Westen und um 2,26 Prozent im Osten gestiegen.
Rentner größtenteils von Einkommensentwicklung abgekoppelt
Etwa drei Monate vor der Bundestagswahl im September bekäme die zahlenmäßig größte Wählergruppe somit per Kontoauszug bescheinigt, dass sie größtenteils von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt würde. So sähe es zumindest auf den ersten Blick aus. Für Arbeitnehmer steigen die Löhne im kommenden Jahr nach Annahmen der Bundesregierung um 2,6 Prozent. Die Beschäftigten profitieren zudem von einer Beitragssenkung in der Rentenversicherung von 19,6 auf 18,9 Prozent zum Jahresanfang 2013, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber nach Worten Buntenbachs um jeweils 3,1 Milliarden Euro entlastet.Rentner bekommen davon erst 2014 etwas zu spüren. Deren Rentenanpassung fällt dann durch die Beitragssenkung laut Buntenbach um 0,9 Punkte höher aus.
An der „entspannten Finanzlage“ der
Rentenversicherung wird sich nach Buntenbachs Worten vorerst nichts
ändern. Im laufenden Jahr werde trotz einer Beitragssenkung von 19,9 auf
19,6 Prozent ein Überschuss von 5,3 Milliarden Euro erwartet. Die
Reserven der Rentenversicherung stiegen zum Jahresende 2012 auf 29,4
Milliarden Euro. Für das Jahr 2020 wird ein Beitragssatz von 19,8
Prozent erwartet. Das Rentenniveau vor Steuern werde dann
voraussichtlich bei 48 Prozent eines Durchschnittslohns liegen.
Quelle:Focus Online
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